Karoline Gruber | Opernregie

  • Staatsoper Hamburg 2015
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E. W. Korngold
Die tote Stadt
2015 : Staatsoper Hamburg
Dirigent: Simone Young
Bühnenbild: Roy Spahn
Kostüme: Mechthild Seipel
Besetzung: Licht: Hans Toelstede; Chöre: Eberhard Friedrich;
Paul: Klaus Florian Vogt; Marietta - Die Erscheinung Mariens: Meagan Miller; Frank/Fritz: Lauri Vasar; Brigitta: Cristina Damian; Juliette: Mélissa Petit; Lucienne: Gabriele Rossmanith; Victorin: Jun-Sang Han; Graf Albert: Jürgen Sacher;
Presse

SÜDDEUTSCHE:

Geglücktes Hamburger Revival der Oper «Die tote Stadt»

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Die Regisseurin Caroline Gruber, hier zuletzt mit Reimanns "Lear" gefeiert, war Young ... ein kluger Partner. Wie in Trance verschoben und verschränkten sich bei ihr die Figuren und Bezüge des vielschichtigen Werks. So wurde die Dienerin zur toten Geliebten, die Geliebte zur Dienerin und Madonna. Ein alptraumhafter Totentanz nahm seinen Lauf, in dessen Folge Nonnen aus Gräbern stiegen, Brügges bigotte Bürger zu Richtern wurden, Paul als Folterer und Gefolterter erschien.

Wie weit darf Trauer gehen? Darf der Trauernde aus religiösen Skrupeln das Leben der Geliebten aufs Spiel setzen? Grubers Antwort war klar und rechnete überdies elegant mit einem düster rauschhaften Katholizismus ab, der die von Wagner und Strauss inspirierte Oper beklemmend durchzieht. Selbst der Schluss, dem Korngold ein etwas fades Happy-End aufzwang, wirkte in Grubers gespenstischer Vision zwingend.
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SPIEGEL ONLINE:

Jung geblieben wie ein Vampir

...Der smarte Kniff von Regisseurin Gruber besteht darin, die ganze Paul-Welt zu einer privaten Illusion umzudefinieren. Haushälterin und Geliebte sind Figuren seiner Träume. Zu allem Traum-Unglück wird Marietta dann als Folge der innigen Zweisamkeit schwanger, was Pauls Stress zusätzlich hysterisiert. Die Regisseurin bebildert den turbulenten Seelentrip über drei Akte in aufsteigender Intensität mit Bildern wie aus einem Horrormovie.
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